Sommergefühle

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Der Mai ist da! Der Sommer naht in großen Schritten. Nach diesem gefühlt endlos langen, grauen und kalten Winter freut es mich gerade unglaublich, Sonne und das Sommergefühl zu tanken. Mit Freunden einen Nachmittag am See zu verbringen.
Eiscafés sind wieder geöffnet und haben schon lange Schlangen bis auf die Straße zu verzeichnen. Alles hat angefangen, vom winterlichen Rückzug auf Wachstum, Kreativität und Flow umzuschalten, neue Projekte anzugehen und Altes abzuschließen. Da bin ich schon fleißig dabei, habe mir aber im Gegensatz zu den meisten vergangenen Jahren herzlich wenig vorgenommen, um mehr Freiheit und Spontaneität auszukosten, für meine bald wachsende Familie. Dabei denke ich an die Worte von Robert Betz, der schon seit über 20 Jahren keine Ziele mehr verfolgt, sondern stattdessen auf sein Herz hört. Bisher hat es dazu geführt, dass ich mich vor allem wieder mehr mit Freunden getroffen habe, die Wohnung aufgeräumt und ausgemistet habe, aber irgendwie alle “Projekte” wie diesen Blog, meine Musikinstrumente und das Sprachenlernen liegen gelassen habe. Ob das jetzt gut oder schlecht ist? Ich beurteile es einfach erstmal nicht und beobachte mal. Ich habe ja den Verdacht, dass nach der Aufräumphase (wohl Teil des “Nestbaus”) die kreative Phase von selbst wieder startet, aber möchte auch nichts erzwingen.

Was habe ich denn diesmal für schöne Texte gefunden?
http://gluecksplanet.com/yogasutra-1x-1-asteya-die-kunst-der-eigenen-fuelle/ “Wenn wir durchs Leben gehen und sehen, wie viel da ist, statt was wir alles mehr brauchen könnten, verändert sich unser Lebensgefühl. ” Das ist allerdings bei den meisten nicht in die Wiege gelegt und erfordert häufige Erinnerungen (wie wäre es mit einem Kleeblatt am Badezimmerspiegel?) und Praxis. Aber was dann passiert, was sich dann im Alltag ändert, ist der Wahnsinn!

https://zenhabits.net/annoying/ – mit den schönen Sätzen:

“Let’s not wait until the world changes to be happy.”
“Annoyances come from a way of interpreting the world”.

Loslassen, das nicht Festhalten am gewünschten Ausgang bzw. an den gewünschten Lebensumständen sondern die Dinge einfach so anzunehmen, wie sie nunmal sind, hilft also auch hier wieder. Und zum Thema Loslassen, eins der Hauptthemen hier auf dem Blog, noch ein schöner Artikel inklusive einer Yin Yoga Sequenz:

https://www.yogaeasy.de/artikel/wie-geht-das-eigentlich-loslassen und meinem Lieblingsartikel von zenhabits https://zenhabits.net/nothing/

Es ist eine unglaublich schwierige, aber auch unglaublich belohnende Übung. Wenn du “einfach” aufgibst, auf ein bestimmtes Ergebnis und auf bestimmte Umstände zu hoffen, bist du wirklich frei. Wenn du alles – inklusive deines Partners – so sein lässt, wie es ist und beobachtest, statt zu erzwingen, was du haben möchtest. Wenn du die Energie stattdessen darauf verwendest, dich um dich und dein Seelenleben zu kümmern. Das geht nicht von heute auf morgen, und wer diesen Shift im Kopf hinbekommt (mir ist es ein paar Mal gelungen), wird durch den Alltag meist nach kurzer Zeit wieder in alte Denkmuster hineingesogen. Aber es hilft, sich diese gedankliche Übung als Werkzeug vorzustellen und sie anzuwenden, wenn man Unzufriedenheit, Missmut, oder Ängste bei sich feststellt. Probier es einmal aus!

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