Yogasutra und mein Weg zur Yogalehrerin

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Hallo ihr Lieben!

Vor einer Woche startete meine Ausbildung zur Yogalehrerin. Gern nehme ich euch mit auf diese Reise und ich bin gespannt und offen, was ich alles auch außerhalb der Lehrinhalte mitnehmen werde! Meine 200 Stunden Ausbildung lehrt auch viel Theorie, vor allem aus Patanjalis Yogasutra:

Dem Yoga zu Folge ist das Ego allerdings die Ursache allen Leides. Es „will“, oder „will nicht“, übt Druck aus,  „erwartet“ und beurteilt. Werden seine materiellen und egogeprägten Wünsche nicht erfüllt leiden wir. Gleiches gilt für das Befolgen der sich selbst gegenüber auferlegten Ziele. Je mehr Druck wir oder andere auf uns ausüben umso unwahrscheinlicher wird es sein, dass uns die erwünschte Veränderung gelingt. Mit jedem Scheitern wiederrum werden wir unzufriedener.

Quelle:

Warum ich diese Ausbildung mache? Es war so ein Gefühl! Von Anfang an hat mir Yoga unheimlich gut getan. Ich merkte, wie ich auch außerhalb des Studios tiefer atmete und mich irgendwie leichter fühlte. Als ich es dann nach der Blinddarm-OP letztes Jahr so richtig für mich entdeckt habe, wuchs meine Begeisterung von Tag zu Tag und mit ihr auch der Wunsch, noch viel tiefer einzusteigen. Bei Yogakursen im Studio lernt man zwar diverse Asanas (teilweise aber auch nur oberflächlich, da der Lehrer nicht alle ~20-40 SchülerInnen ständig korrigieren kann), aber wenig über die Philosophie, über die Hintergründe und wie sich der ganze “Yoga-Gedanke” mehr und mehr in den Alltag integrieren lässt.

Bevor ich wusste, was geschah, hatte ich mich zu einem Infoabend angemeldet und am nächsten Tag den Vertrag unterschrieben. Die Ausbildung lässt sich sehr gut mit meiner Vollzeitstelle vereinbaren und ist – wenn alles gut geht – im Januar 2018 abgeschlossen. Ich bin mir aber jetzt schon sicher, dass es damit nicht getan ist… und habe wundervolle Weiterbildungen gefunden, die sich auch mehr auf Ayurveda spezialisieren. Lernen kann man ja nie genug 🙂

Auf jeden Fall war dies eine Bauchentscheidung, und ich kann nur jedem raten, auch öfter mal auf das Bauchgefühl zu hören, auch bei großen Sachen! Eine unserer ersten Lektionen in der Yogaausbildung war, dass man nicht immer alles mit dem Kopf zerpflücken und zu Tode anayliseren muss. Ich bin sehr gespannt auf das nächste Wochenende und freue mich auf meine tägliche Praxis!

 

Und als Schlußwort noch ein schöner Ausschnitt von aus dem Artikel “Gute Vorsätze” von yogaeasy.de :

Aufräumen „innen“ und „Außen“ – Klarheit durch Yoga

Eine wahre Veränderung ist keine spontane Sache. Sie erwächst ganz langsam, tief aus unserem Inneren heraus – durch die urteilsfreie ungetrübte Wahrnehmung von uns Selbst während unserer Yogapraxis. Nur durch die achtsame Beobachtung all dessen, was ist, wird uns ganz langsam und genau bewusst wer wir heute sind, was immer noch zu uns gehört und was wir nicht mehr in unserem Leben haben wollen. (…)

Nach Patañjali  wurden diese Konditionierungen (automatische Reaktionen auf innere und äußere Reize) im Verlauf mehrerer Leben erworben und wirken als Kleshas (innere Spannungen, die menschliches Leid verursachen) bis in das Heute hinein. Sie führen dazu, dass wir immer wieder in alte Verhaltensweisen verfallen und unsere Fehler wiederholen. Um den Einfluss der Kleshas zu überwinden beschreibt Patañjali den achtgliedrigen Pfad – den Ashtanga Marga. Die Yoga-Sūtra, so die Intention Patañjalis, sollen die Menschen durch handelbare Leitlinien aus den leidvollen inneren Spannungen herausführen, so dass eine wahre innere Freiheit und Freude möglich wird.

Der Yoga setzt in unserem Inneren an. Er verändert unsere emotionalen und  körperlichen Reaktionen auf äußere Umstände und führt dazu, dass Verhaltens- und Reaktionsweisen, die uns schaden (zum Beispiel das Greifen zur Zigarette beim Kaffeegeruch) langfristig „stillgelegt“ werden können. Dabei gilt: Je stärker und positiver die Erfahrung und je regelmäßiger die Übung umso leichter etablieren sich die neuen neuronalen Verbindungen in unserem Gehirn. Die Folge: Immer besser werden wir in der Lage sein unsere Emotionen zu kontrollieren, Rückschläge zu akzeptieren und unabhängig davon was geschieht weiterhin unseren eigenen Weg zu gehen… von Augenblick zu Augenblick…

 

Quelle: https://www.yogaeasy.de/artikel/gute-vorsaetze

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