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Plastikfrei-Challenge im Familienalltag

by Stefanie

Liebe Leute, mir reicht es gerade mit dem Neueinzug von Plastik in unsere Wohnung und ich habe mich entschlossen, das Experiment plastikfrei zu wagen.

Unsere Voraussetzungen sind eigentlich ganz gut: Wir haben neben den üblichen Discountern (Aldi, Lidl, Netto) auch zwei ich sag mal teurere Supermärkte (Edeka, Rewe) in der Nähe, die eine große Auswahl haben. Es gibt auch einen Unverpackt Laden hier in Freiburg, der ist allerdings schon weiter weg. Einen Wochenmarkt gibt es jeden Mittwoch neben einem Elterncafé, in dem ich sowieso meist dann vorbeischaue.

Schwierig könnte es dadurch werden, dass mein Mann sehr faul und ich sehr bequem bin (jaaaa ich gebe es ja zu), ich seit gefühlten Monaten kaum noch schlafe (zahnendes Kleinkind sei dank) und wir kein Auto haben. Wer schonmal länger unter Schlafentzug litt, weiß, dass sowohl die Motivation als auch die geistige Planungskraft erheblich nachlassen. Aber vielleicht könnt ihr mir ja nachsehen, dass ich nicht den Anspruch habe, alles perfekt zu machen.

Warum?

Warum das Ganze? Mir fällt einfach mehr und mehr auf, wieviel Plastik gerade unsere kleine Tochter im Alltag ständig in der Hand (und damit leider auch im Mund) hat. Und dass neben den katastrophalen Auswirkungen auf die Umwelt auch die gesundheitlichen Auswirkungen nicht zu unterschätzen sind (siehe Doku hier: https://www.zdf.de/dokumentation/planet-e/planet-e-risiko-umwelthormone—wenn-der-koerper-austickt-100.html).  Seit wir unser kleine Restmülltonnen mit zwei anderen Familien teilen, fällt zudem der Windelmüll noch viel mehr ins Gewicht (Windelfrei & Stoffwindeln sind geplant und teilweise im Einsatz!).

Wie sieht die Challenge aus?

Um den Müllberg nicht noch unnötig zu vergrößern brauche ich alles auf, was wir sowieso noch an verpackten Dingen zu Hause haben. Und ich bin ganz ehrlich, das ist leider eine grooooße Menge. Für den Neueinzug sind Gläser mit (nicht so optimalem) Deckel sind erstmal noch ok. Wenn ich etwas wirklich unbedingt brauche z.B. fürs Abendessen und es nicht unverpackt finde, kaufe ich die „beste“ Verpackungsoption und beichte es natürlich hier.

Erwartungen

Ich bin sehr gespannt darauf:

  • wie viel teurer (oder auch nicht) die plastikfreien Alternativen sind.
  • wie gut sie verfügbar sind (Stichwort Alltagstauglichkeit, ich kann mir noch gar nicht vorstellen, wie ich meinen geliebten Kaffee für zu Hause plastikfrei bekommen soll).
  • ob es mehr Zeit kostet, plastikfrei einzukaufen (und ggf. Alternativen zu finden, Stichwort Chips aus Kartoffeln im Ofen selbst machen statt Chipstüte kaufen).
  • ob wir unseren Müll verringern. Ca. 4 gelbe Säcke voll pro Monat sind für eine 3-köpfige Familie glaube ich doch echt viel. Vom Windel-Restmüll ganz zu schweigen :-/
  • was ich über Plastik und die Auswirkungen auf Gesundheit & Umwelt herausfinden werde. Meine Recherche bezüglich Plastik die ich währenddessen vornehmen werde, poste ich natürlich auch hier.

Meine Top 5 „ich werde dich vermissen“ Produkte:

  • Mineralwasser mit viel Kohlensäure in diesen schrecklichen Einwegplastikverpackungen.
    • Alternative: Glas (eher nicht, da schleppe ich mich ohne Auto ja zu Tode).
    • Realistische Alternative: Goodbye Mineralwasser.
  • (vegane) Käsescheiben.
    • Alternative: Käse von der Käsetheke im Stück kaufen, selbst zu Hause schneiden. Für vegane Käsescheiben gibt es keine wirkliche Alternative – außer vegane Brotaufstriche, die natürlich nicht viel mit Käse gemein haben. Bevor ich mir selber meinen Cashewkäse zu Hause braue (habe ich erwähnt, dass ich ein Kleinkind zu Hause habe?), steige ich lieber auf die Aufstriche um oder esse weniger Brötchen und Brot.
  • Wattepads, Taschentücher & Kosmetiktücher.
    • Alternative: Schauen wir mal.
  • Kaffee, gemahlen oder Bohnen, in den ganz herkömmlich eingeschweißten Packungen.
    • Alternative: Unverpackte Bohnen im Unverpackt Laden kaufen.
  • Milch für meinen Kaffee.
    • Alternative: Milch in Glasflaschen.

 

Seid gespannt auf das Update nach dem ersten Einkauf und nach der ersten Woche!

Habt ihr schon einmal bewusst weniger Plastik eingekauft? Was waren eure größten Schwierigkeiten dabei?

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