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Putzmittel – weniger oder selbermachen?

by Stefanie

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Sauberkeit in Hülle und Fülle

Für was es nicht alles spezielle Reinigungsmittel gibt:
WC-Reiniger, Badreiniger, Bodenreiniger (für verschiedene Böden gibt es natürlich verschiedene Reiniger), Schimmelspray, Spülmittel, Glasreiniger, Urinstein- und Kalkentferner, Holz-Reiniger, Hygiene-Reiniger, Scheuermilch, … ach die Liste könnte noch endlos so weitergehen für alle Räume, alle Materialien und alle Zwecke.

Ist das wirklich nötig, frage ich mich? Und inspiziere unseren Putzmittelschrank, der von Minimalismus und vor allem Umweltschutz doch weit entfernt ist:

Folgen für die Umwelt

Erst als ich angefangen habe, mich mit Zero Waste & Minimalismus zu beschäftigen, stolperte ich auch über Infos zur Schädlichkeit der meisten Putzmittel und mir fielen erstmals die deutlichen Warnhinweise auf der Rückseite meiner Putzmittel auf. Reinigungs- und Waschmittel belasten nicht nur das Abwasser erheblich mit Chemikalien, sondern natürlich entsteht auch ein großer Berg an Plastikmüll beim Verbrauch von ca. 1,3 Millionen Tonnen Wasch- und Reinigungsmitteln. Viele Reinigungsmittel mit Gefahrensymbol (ätzend/giftig/leicht entzündlich) dürfen zudem nicht über den Hausmüll entsorgt werden (Quelle).

Folgen für dich

Neben Hautreizungen beinhalten die meisten konventionellen Wasch- und Reinigungsmittel Stoffe (meist Konservierungs- und Duftstoffe), die Allergien auslösen können. Bei empfindlicher Haut kann man dies sogar an frisch gewaschener Kleidung merken. Zum Putzen und Geschirr spülen bietet es sich generell an, Handschuhe zu tragen und nur in gut gelüfteten Räumen zu putzen. Bei Sprühflaschen (z.B. Glasreiniger) erhöht sich das Risiko, das Reinigungsmittel auch einzuatmen und damit die Atemwege zu reizen.

Doch was ist die Alternative? Reduzieren oder selber machen?

Auf welche Putzmittel man alles reduzieren kann

Wer weiterhin „klassische“ Putzmittel nutzen möchte, dem reicht jeweils ein Produkt aus den folgenden Kategorien für alle normalen Reinigungsarbeiten im Haus völlig aus:

  1. Spülmittel (für fettige Verschmutzungen)
  2. Allzweckreiniger (für alle Oberflächen inkl. Toilette, lässt sich ggf. durch Spülmittel ersetzen)
  3. Scheuermittel oder einen Kratzschwamm (für stärkere Verschmutzungen)
  4. Essigreiniger oder Reiniger mit Zitronensäure (für Kalk und Urinstein)

Achtet man hier auf ein Ökosiegel  oder den blauen Engel, schont man die Umwelt zumindest mehr als mit herkömmlichen Produkten. Die Marke ecover (zu kaufen bei DM) verwendet z.B. fast ausschließlich biologisch abbaubare Inhaltsstoffe auf Pflanzenbasis.

Putzmittel selber machen

Drei Hausmittel reichen für die meisten Reinigungsarbeiten im Haushalt:

  • Zitronensaft
  • Essig Essenz
  • Natron

Die Liste lässt sich noch erweitern mit Alkohol, Spiritus, Lavendelblüten oder andere ätherische Öle (vor allem wenn man den Essiggeruch nicht so mag).

Für ein einfaches Putzmittel kannst du z.B. 2 bis 3 Esslöffel Zitronensäure mit Wasser mischen und in eine leere Spülmittelflasche oder Sprühflasche füllen.

Für einen Abflussreiniger mischt man 1 Packung Natron und 1/2 Tasse Essig, schüttet dies in den Abfluss und spült nach 30 Minuten mit einer Ladung heißem Wasser aus dem Wasserkocher nach.

Generell hilft es, alles direkt sauberzumachen statt Flecken (bei Kleidung) oder Öl (nach dem Braten) erst eintrocknen zu lassen. Heißes Wasser und vielleicht ein bisschen Natron oder Essig und schon sind die meisten Gegenstände im Haushalt wieder sauber.

In vielen Unverpackt Läden (z.B. dem Ohne Laden in München) lassen sich auch selbst hergestelltes, umweltfreundliches Spülmittel, Allesreiniger und Seife zum selber Abfüllen kaufen.

Hast du schon einmal selbst Reinigungsmittel hergestellt? Wie kommt Essig Essenz gegen den gekauften Badreiniger an?

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